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um neue Zeiten am Stoppenberg!

Neue Zeiten am Stoppenberg?!

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14.11.2009 10:22, Petra E-Mail:
Zu den 65 Minuten-Stunden möchte ich anmerken, daß die Veränderung für die Schüler auch jetzt im November immer noch nicht leicht ist. Die 6.Klasse hat 4mal wöchentlich bis 16.15h Unterricht. Das ist nicht wenig. Grundsätzlich finde ich die längeren Unterrichtsstunden gut. Eine positve Veränderung wäre die Verkürzung auf 60-Minuten-Einheiten. Das würde für die Kinder Schulschluß um spätestens 16h bedeuten und sie hätten die Möglichkeit, auch bei längeren Anfahrten, Termine in Sportvereinen noch wahrzunehmen. "Taxi-Mama" ist ja leider nicht unbegrenzt einsetzbar.
Gruß Petra

27.08.2009 09:05, Jasmin E-Mail:
Also erstmal wollte ich anmerken, dass ich jeden tag erst um halb sechs zuhause bin, da bleibt kaum noch freizeit! Dann zur schule. 1. Vertieft sich der unterricht keines wegs, denn es hört eh keiner mehr zu. dann ist die pause viel zu kurz, im vergleich zu den stunden. Das ist echt mist. 2. dürfen wir nicht trinken.. in den 45minuten hatten wir ja eine kleine pause, zwischen den 65min jedoch nicht. Das regt echt die mehrheit, wenn nicht sogar alle, total auf! Wir haben alle unsere Hobbys aufgeben müssen und können uns nurnoch an den wochenenden treffen, wenn wir nicht lernen müssen, oder die eltern vielleicht auch mal was mit uns machen wollen.. Ausserdem hat unsere klasse z.b. in 4 fächern einen lehrer. Das ist doch irgendwie zuviel, oder nicht?!

Naja. MFG: Jasmin

Comments:

Hallo Jasmin, unsere Endzeit hat sich nur um eine Viertelstunde verschoben, das dürfte doch aufzufangen sein und die Freizeit nicht in erheblichem Maße stören. Davon zu reden, dass ihr eure Hobbies deswegen aufgeben musstet halte ich für maßlos übertrieben.
Was den Unterricht angeht, so soll die Vertiefung ja auch nicht im Zuhören bestehen sondern in eurer vermehrten Aktivität. Fordert also von uns LehrerInnen andere Lernformen, andere Methoden. Die Pausenzeiten sind über den Tag verteilt insgesamt deutlich gestiegen, unsere vorherige Praxis war nicht nur illegal, sie kostete auch wertvolle Unterrichtszeit, die wir nun wieder zurück gewonnen haben.
Was die Fünf-Minuten_pausen angeht, so ist es genau umgekehrt als du es sagst. Vorher hattet ihr keine Pausen, jetzt sind Pausen eingeplant. Die Tatsache, dass ihr in vier Fächern denselben Lehrer habt, ist doch toll, denn damit kommt sehr viel Ruhe und Kontinuität in eure Klasse und für die Lehrer hat das den Vorteil, dass sie die schüler besser kennen, deren Stärken und Schwächen besser beachten können.

Fazit: Lass uns doch erst einmal abwarten: Nach wenigen Tagen kann man doch noch gar nicht viel darüber sagen, wie der neue Rhythmus uns gefällt. Man kann das neue System eigentlich nur schlecht reden, wenn man nicht bereit ist, sich auf Neues einzulassen und immer am alten Trott festhalten will. Ich freue mich über die Chance, mit meinen SchülerInnen die neuen Zeiten für neue Arbeitsweisen mit mehr Eigenverantwortung und Initiative nutzen zu können, glaube allerdings manches Mal, dass ihr das gar nicht wollt, weil es von euch mehr Engagement und Einsatz verlangt und auch aus jahrelanger Lernlethargie reisst.
thoobu(webmaster)


20.06.2008 14:53, webmaster E-Mail:
Lieber Herr Bungarten, sehr geehrtes Planungsteam,

vielen Dank für die gute Vorbereitung durch das Team und die Durchführung des Informationsabends. Danach war ich trotz negativer Äußerungen seitens einiger Eltern weiterhin davon überzeugt, dass es einen Versuch der Durchführung des 65-Minuten-Unterrichts verdient. Wenn ich auf die eigene Schulzeit zurückblicke, war es bei 45 Minuten häufig so, dass das Pensum einer Stunde selten erreicht wurde und die Aufgaben zu Hause erledigt werden mussten. Auch von meinen Töchtern höre ich heute häufig den Satz: „Wir sind nicht fertig geworden.“

Das Argument bei Doppelstunden zu bleiben, bringt jedoch auch nicht mehr Ruhe in den Schulalltag, weil zwischen den Stunden immer kurze Pausen gemacht werden, um zum Spind zu gehen, Toiletten aufsuchen, Unterrichtsmaterial zu kopieren, was bei durchgehenden 65 Minuten nicht gegeben wäre. Die Konzentrationsfähigkeit musste bis jetzt in Doppelstunden auch erbracht werden. Andererseits ist deshalb aber eine ausgiebige Mittagspause für alle sehr wichtig, vielleicht mit mehr Angeboten im Bereich Bewegungsförderung, als Ausgleich für die längeren Unterrichtseinheiten.

Es wird immer gerne der Vergleich mit anderen Ländern in Europa gemacht, dass dort überall mehr Unterricht stattfindet. In vielen Ländern, vorwiegend in Südeuropa, werden aber viele Freizeitaktivitäten im Ganztagsbetrieb angeboten und zum Unterricht gezählt. Da hier bei uns wirklich Fachunterricht erteilt wird, sollte der Tag auch um 16:00 Uhr enden (was ja nicht wirklich Ende bedeutet), um noch den nötigen Freizeitausgleich zu schaffen, denn schließlich sprechen wir hier vorwiegend von Kindern und Jugendlichen.

Ich bin davon überzeugt, dass alle Lehrkräfte und Schüler/innen an dieser Schule sich auf die Veränderung einstellen werden, weil bisher viele Doppelstunden alltäglich waren und ebenfalls intensiver Vorbereitung bedurften. Darüber hinaus ist es ein an vielen Schulen erprobtes Konzept, welches dadurch auf breite Zustimmung stößt. Ich wünsche allen Beteiligten noch viel Erfolg bei der Durchsetzung eines an der heutigen Entwicklung angepassten Schullebens.

Viele Grüße

Susanne Zwack,
Elternteil 7a

07.05.2008 19:33, Hiegemann E-Mail:
Hallo zusammen,

zuerst möchte ich mich für den Infoabend sehr herzlich bedanken. Es tat mal wieder gut zu erfahren, dass die Mehrheit ihres Lehrerkollegiums, von denen ich immer mehr kennenlerne, engagierte Lehrer sind welche ihren Beruf gerne ausführen. Ihr Einsatz für den 65 h Unterricht läßt mich auf eine positive Weiterentwicklung hoffen.
Meine Tochter Anna ist nach wie vor glücklich an dieser Schule. Einzig der Vorschlag einer Mutter , den Unterrichtsbeginn weiter nach vorne zu legen, rief in mir große Empörung hervor. Da wir keine Stoppenberger sind, sondern in Essen-Karnap wohnen, muß unsere Tochter um 6.00 früh aufstehen. Dies ist und bleibt die absolute Schmerzgrenze . Anna ist eine gute Schülerin, und dies soll auch so bleiben. Ich kann eine fast Vierzehnjährige nicht um 19.00 abends ins Bett schicken, damit sie morgens ausgeschlafen und pünktlich zur Schule kommt. Außerdem haben wir ebenfalls diverse Arzttermine zu bewältigen. Auch dies ist machbar, z.B. zu Beginn oder am Ende des Unterrichtes, in den Ferien. Auch den Facharzt schafft man bis 17.00. Also bitte berücksichtigen sie, daß die Schüler von weiteren Orten nicht noch früher aufstehen müssen. Wir hatten uns damals mit Anna zusammen sehr bewußt für eine katholische Schule entschieden weil Religion von unserer Familie auch praktiziert wird.
Weiterhin gutes gelingen für die Planung und Durchführung der neuen Zeiten am Stoppenberg.

Viele Grüße

R. Hiegemann

07.05.2008 12:44, Meinolf Grenz E-Mail:
Hallo zusammen,
vielen Dank an die Planungsgruppe für ihre Initiative und ihren Einsatz.
Bei mir kommt die Idee der 65 Minuten-Stunde als angemessene Reaktion aus der Schule heraus auf die zunehmenden, einengenden Anforderungen der Politik an und damit eine den Stoppenberger Grundsätzen des Förderns und Forderns adäquate Antwort hierauf zu geben.

Es gibt bei dem Thema viele Aspekte zu überdenken, jedoch überwiegen die Vorteile meiner Ansicht nach sehr deutlich.
Es wurde bei der Informationsveranstaltung schnell klar, dass bei diesem Thema seitens der Planungsgruppe nicht aus dem hohlen Bauch argumentiert, sondern Vor- und Nachteile sehr sorgsam abgewogen wurden.

Ich möchte an alle appellieren, die Planungsgruppe in ihrem Bemühen zu unterstützen.
Das diskutierte neue Zeitmodell sollte so schnell wie möglich an unserer Schule eingeführt werden, insbesondere um unseren Kindern die damit verbundenen neuen Arbeitsweisen, Lernmuster und weitere Rahmenbedingungen nahezubringen und ihnen damit neue Chancen zu eröffnen.

Die Elternschaft sollte nicht mehr lange warten und diesem Projekt ihre Zustimmung geben.

Nochmals Danke für die Initiative!

Viele Grüsse
Meinolf Grenz

05.05.2008 21:57, Lisa Schenk-Funke E-Mail:
Mir ist noch gut in Erinnerung, dass mein Mann und ich vor einigen Jahren unter dem Eindruck der soeben entbrannten PISA-Debatte unsere Kinder unter anderem deshalb am Gymnasium Stoppenberg angemeldet haben, weil es die bessere Alternative schien mit seinem Ganztagsangebot - eben auch für das Gymnasium - und mit seinem ganzheitlichen Ansatz des Lernens. Unserem Eindruck nach hatte die Schule damals in der pädagogischen Diskussion „die Nase vorn“; sie war gestützt durch ein junges engagiertes Kollegium, eine vergleichsweise hervorragende Ausstattung und sie bot viel Platz und Freiraum für ihre Schüler, die sich dort wohlfühlen konnten.

Inzwischen hat uns G8 überrollt und haben zentrale Lernstandserhebungen und Prüfungsverfahren die Schulen in eine weitaus größere und politisch gewollte Konkurrenz zueinander gebracht, als uns bis dato bewusst oder lieb war. Andere Schulen, auch Halbtagsgymnasien, bewegen sich längst und gezwungenermaßen in Richtungen, die Stoppenberg vormals als einsame „Alternative“ besetzt hielt. Gerade auch in diesem Zusammenhang scheint mir das vorgestellte 65-Minuten-Modell die richtige Antwort zu sein, um den notwendigen Wettbewerbsvorteil auch für die Zukunft zu sichern, um sich unter den o.g. veränderten Bedingungen die pädagogische Vorreiterstellung zu erhalten. Im Einzelnen:

- Im Rahmen der Forderung nach individueller Förderung eröffnen
65-Minuten-Einheiten deutlich mehr integrierte Möglichkeiten für individuelle Zuwendung zu Schülern; zusätzliche Förderstunden können so für viele Schüler vermieden werden, ein Ziel, das angesichts der gestiegenen Stundenbelastung für G8-Schüler nicht gering geachtet werden darf. Gleichzeitig aber ist es Ausweis einer jeden guten Schule, sich um jeden Schüler „zu kümmern“ und so aus einem eher überdurchschnittlichen Schülerpotential ohne unnötige Selektion möglichst viele auch zum Erfolg zu führen. Ein integriertes Fördermodell könnte da durchaus helfen.

- Im Rahmen der Diskussion um eine ganzheitliche Erziehung der Kinder, die
mir heute mindestens so wichtig erscheint wie vor Jahren, hat Stoppenberg sehr überzeugende Antworten entwickelt (Handwerk, Neigungsgruppen, AG-Bereiche...), kann aber auch als Ganztagsgymnasium und kirchlich geförderte Institution mit strukturellen, finanziellen und personellen Bedingungen aufwarten, mit denen kaum ein anderes Gymnasium konkurrieren kann. Umso wichtiger erscheint es mir, dass der dazu benötigte Freiraum insbesondere in der Mittagspause durch zusätzliche G8-Stundenvorgaben oder additive Fördermaßnahmen nicht weiter beschnitten wird, sondern im Rahmen des 65-Minuten-Modells zurückerobert wird und wieder zu dem wird, was es einmal war: entspannte Austauschmöglichkeit zwischen Lehrern und Schülern und breite Angebotspalette in allen denkbaren Bereichen.

- Im Folgenden möchte ich von anderen Diskussionsteilnehmern bereits
mehrfach vorgebrachte Argumente kurz wiederholen, weil sie mir extrem wichtig erscheinen: Kinder, die an einer Ganztagsschule lernen, sind nochmals mehr als andere darauf angewiesen, sich auf eine sinnvoll begrenzte Zahl von Fächern am Tag einzustellen. Auch das scheint mir das 65-Minuten-Modell zu gewährleisten, insbesondere wenn man den Ganztag nicht so strukturieren will, dass man den Nachmittag im Wesentlichen als Additum begreift, in dem Hausaufgabenhilfe und Förderunterricht betrieben wird (wie an manchen Schulen praktiziert), sondern als voll- und gleichwertige Unterrichtszeit.

- Längst hat die Gehirnforschung und Lernpsychologie herausgefunden, dass
Selbsttun durch Üben und Experimentieren den eigentlichen Lernfortschritt erbringt. Welchen Platz diese Elemente auch immer im Unterricht einnehmen, eins bleibt sicher:
Sie brauchen Zeit! Mehr Zeit als 45 Minuten!

Schulische Umwälzungen, allen voran G8, zwingen uns zu Veränderungen: der Stundentafeln, der Anpassung der Lehrpläne, der Vorbereitung der Schüler auf zentrale Prüfungsverfahren und vieles mehr. Das 65-Minuten-Modell erscheint mir als eine der überzeugendsten Antworten auf die neuen pädagogischen und curricularen Herausforderungen, die ohnehin (wie ja auch mehrfach betont wurde) angepackt werden müssen.

Als Schülermutter freue ich mich, hier eine so engagierte Gruppe von Lehrern vorzufinden, die die Mühe nicht scheut, diese Arbeit voranzutreiben; ich freue mich außerdem über die am Stoppenberg auch für Eltern erkennbar entwickelte Schulkultur, die diese Diskussion in dieser Offenheit und der gebotenen Fairness erst ermöglicht hat. Ich wünsche mir, dass dieses neue Modell als logische Fortentwicklung von dem, was Stoppenberg war und noch ist, auf Sicht Erfolg hat, damit Stoppenberg das bleibt, was es war und ist:
nämlich eine „echte Alternative“ in der Schullandschaft Essens!


30.04.2008 21:53, Martin Waltering E-Mail:
Hallo zusammen,

Ich hoffe, Sie haben den Info- Abend noch einmal reflektiert und die entsprechenden Schlüsse für das weitere Vorgehen gezogen.
Mir persönlich scheint es sehr nachvollziehbar, nun über die Mitbestimmungsgremien einen Antrag zur vorläufigen Einführung der 65 Minuten-Stunde an die Schulkonferenz zu stellen. Eine andersgeartete Anordnung des Dezernenten und des Schulleiters kann dann ja immer noch mit entsprechender rechtlicher Begründung erfolgen.

Soweit ich bisher nachvollziehen konnte, gibt es keine triftigen Gründe, eine Einführung um ein Schuljahr zu verschieben, da die oft angesprochene Qualifizierung / Fortbildung der Lehrkörpers nicht erforderlich erscheint. Weiter habe ich den Äußerungen von Herrn Kemmerling entnommen , eine Koordinierung wäre ebenfalls aus seiner Sicht machbar und die sonstigen Rahmenbedingungen am GAS sind allemal günstiger als an den meisten anderen Schulen.
Somit wäre der vorab vorgeschlagene Zeitplan doch nach wie vor relevant.
Es verbleibt also nun eine ganze Woche zur fristgerechten Einladung von Klassenpflegschaften (falls hierfür entsprechende Termine in der Schule genehmigt werden). Gleichzeitig kann in SV und Lehrerkollegium eine diesbezügliche Sitzung abgehalten werden.

Also auf in die demokratische Entscheidungsfindung oder???


Viele Grüße
Martin Waltering


30.04.2008 07:22, webmaster E-Mail:
Mitteilung per Mail von einem dem Webmaster bekannten Absender:

Hallo liebe Planungsgruppe,

vielen Dank für die Informationsveranstaltung am Montag.

führen sie bitte das 65 Minuten Modell schnell ein. Eine Verschiebung auf nächstes Jahr würde die Diskussion nur unnötig verlängern.
Nutzen sie jetzt den Schwung und die Unterstützung aller.

In den Klassen 5a und 6a wird jetzt von den Klassenpflegschaften eine Befragung/Abstimmung durchgeführt damit sie schnell ein Stimmungsbild bekommen


Gruß




29.04.2008 20:31, webmaster E-Mail:
Liebe Frau Ziegler,

gerne antworte ich Ihnen nochmals auf Ihre Fragen, die zum Teil ja bereits mehrfach angesprochen wurden.
ad1 Wir haben doch gestern abend deutlich gemacht, dass wir das bedacht haben. Es gilt abzuwägen und aus unserer Sicht überwiegen die Vorteile des 65er Rasters gegenüber dem alten Mischraster aus 45 und 90 Minutene eindeutig.
ad2. Eine Kooperation ist weder angedacht noch zu erwarten, mit welcher Schule sollte das passieren? Die nächsten in Frage kommenden Gymnasien sind - alle Wege und eine optimale ÖVP-Verbindung eingerechnet - viel zu weit entfernt, um sie innerhalb von 20 Minuten sicher zu erreichen. Zudem ist der gesamte Gedanke rein hypothetisch und sollte für eine Planung nicht wirklich relevant sein.
ad3. Die skizzierte Übergangslösung für ein halbes Jahr wäre tragfähig. Sie stellte an sich sogar schon eine Verbesserung zum Ist-Zustand dar.
ad 4. Die Pause verschöbe sich nur um etwa 10 Minuten zum Ist-Zustand. Wir denken nicht, dass das gravierend sein sollte.
Zwei Zitate anerkannter Psychologen mögen das untermauern, dass wir mit dem neuen Modell auch aktuellen Forderungen entsprächen:
"Es gilt, den Tag nach dem natürlichen Biorhythmus, der in Vier-Stunden-Zyklen verläuft, zu strukturieren. Es ist ineffektiv, gegen seinen eigenen Körperrhythmus zu leben. Ebenso ist es ineffektiv, in schneller Abfolge hintereinander Neues zu lernen, da das Gelernte dann nicht im Langzeitgedächtnis gespeichert werden kann."
Professor Manfred Spitzer vom Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen des Universitätsklinikums Ulm
"Ein wesentlicher Einflussfaktor auf die Aktivierung bei Lernprozessen besteht in der augenfälligen Schwankung des Tagesrhythmus.
[…] lässt sich grundsätzlich feststellen, dass man mit gezieltem Einsatz von Pausen den Einbrüchen in der Aufmerksamkeit entgegenwirken kann.
[…]vier pragmatische Pausentypen
1. Kurze Unterbrechungen von 20-30 Sekunden
2. Minipausen von 3 -5 Minuten nach 15 – 20 min Lernzeit
3. Pausen von 15 -20 min nach ca. 2 Std. Lernzeit
4. Erholungspausen von 1-2,5 Stunden nach ca. 4 Std. Lernzeit"
Dipl.-Psych. Christof Zoelch

ad 4b: Auch das ist bei uns bereits Alltag und nichts Neues, denn auch heute haben unsere Fünfer bereits an einzelnen Tagen nach dem Mittagessen Schluss,nur gibt es eben im heutigen Plan nicht das zusätzliche Angebot am Nachmittag, das wir bei Modell 65´verwirklichen könnten.
MFG
Thomas Bungarten

29.04.2008 20:05, Andrea Ziegler E-Mail:
Hallo liebe Planungsgruppe,

gestern, beim Info-Abend, sind mir vier weitere wichtige Aspekte aufgefallen, die ich gerne noch nennen möchte.
1. Ein Verzicht auf Doppelstunden - gerade in der Mittel- und Oberstufe - ist gut zu bedenken. Ob man immer mit 65 Minuten Unterrichtseinheiten bei komplexen Themen auskommen kann, bitte ich noch mal zu überdenken.
2. Wenn wir das einzige Gymnasium in Essen mit einem 65-Minuten Raster sein werden, dann verstellen wir uns für die Zukunft jede Möglichkeit auf eine eventuelle Oberstufen-Kooperation in Hinblick auf eine schrumpfende Zahl von Oberstufenschülern (bedingt durch G8 - und der ausgesprochenen Empfehlung - Realschüler sollten ihr Abitur vorzugsweise auf der Gesamtschule oder einem Berufskolleg absolvieren).
3. Bezüglich der gemeinsamen Pause würde ich es begrüßen, wenn die Erweiterung des Speisesaals abgewartet werden würde.
4. Für die Schüler der 5. Klasse ist die Umstellung von der Grundschule auf ein leistungsorientiertes Gymnasium zurzeit schon schwer. Daher finde ich die jetzige frühe Mittagspause nach 5 x 45 Minuten Unterricht sehr gut. Dagegen hätten die Schüler nach dem neuen Zeitraster 4 Stunden zu 65 Minuten Unterricht. Ich befürchte, die Umstellung wird dadurch nicht leichter. Dafür zeigte der Beispielsstundenplan an 2 Tagen schon nach der Mittagspause Schulende. Passt das zur einer Tagesheimschule?

Bitte fassen Sie die von mir genannten Bedenken nicht als Ablehnung des neuen Zeitrasters auf, ich erkenne auch die Chancen, die sich dadurch ergeben könnten. Ich bitte nur um Berücksichtigung aller eventuellen Schwierigkeiten vor einer möglichen Einführung.
Viele Grüße
Andrea Ziegler

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